Gefangen-Gefoltert-Gerichtet

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Blick in eine Gefängniszelle - Burg MildensteinBildansicht vergrößern

1504 wird erstmals ein Gefängnis auf Mildenstein erwähnt. Diente der Kerker in dieser Zeit noch eher der Verwahrung bis zur Verurteilung zu einer Leibes- oder Geldstrafe, wurde er ab dem 17. Jahrhundert auch zur Verbüßung längerer Freiheitsstrafen genutzt. Ab ca. 1800 war es üblich, die Gefangenen zur Besserung einfache aber mühselige Arbeiten wie Federnschleißen oder Farbholzraspeln verrichten zu lassen.

Bis 1953 verbrachten hier Verurteilte ihre Strafe hinter Gittern oder befanden sich in Untersuchungshaft.

Die geschichtliche Wandlung des Strafvollzugs auf Burg Mildenstein von der »peinlichen« Befragung  (Folter, ausgeübt bis Ende 18. Jahrhundert) hin zur Freiheitsstrafe anhand von überlieferten Ereignissen und authentischen Objekten zu zeigen, ist Anliegen dieses Ausstellungsbereiches.