Herrenhaus

Am Westrand des Burghofes liegt das Herrenhaus. Die Überlieferung berichtet, dass es in der Renaissance errichtet worden sei. Dabei kann es sich allerdings nur um einen Umbau älterer Bausubstanz gehandelt haben. Reste gothischer Fenster blieben erhalten. 

Herrenhaus mit ZwischenbauBildansicht vergrößern

Einst saßen auch 3 spitze Türme bzw. Erker auf dem Dach, die jedoch bereits 1538 abgetragen wurden. Bei den Umbauten im
16. Jahrhundert wurden neben der steinernen Wendeltreppe auch der Vorbau angefügt, der noch heute die ehemalige Zisterne enthält.

Im Erdgeschoss des Herren- hauses befand sich früher eine große Küche und die Hofstube, in der die Schlossbewohner die beiden täglichen Hauptmalzeiten einnahmen. Im ersten Obergeschoss gab es zwei geräumige, später mehrfach abgeteilte Säle, die Tafelstube und die Fürstenstube, in der bis 2010 der Döbelner Riesenstiefel (nicht zu verwechseln mit dem Leisniger Stiefel) aufgestellt war.

Das Herrenhaus ist seit 2010 für Besucher nicht mehr zugänglich.
Dachdecker und viele andere Bauhandwerker sorgen dafür, dass hier neue Museumsräume, ein Schaudepot und die ursprünglichen Räume , die sogenannte »Ritterstube« mit der Widerherstellung der gotischen Wand- täfelung und der Schmuckdecke im Obergeschoss wieder neu erstehen!
Voraussichtlich bis 2013 werden die Baumaßnahmen noch andauern.