Sonderausstellungen 2017


  • Am 1. Juni diesen Jahres wird das Herrenhaus für unsere Besucher mit einer neuen Dauerausstellung zum » Hof der jungen Herrschaft « eröffnet. Gleichzeitig stehen mit der Fürstenstube und einer großen Schwarzküche neue Fest- und Veranstaltungsräume zur Verfügung

ab 2. Juni:" Der Hof der jungen Herrschaft"

Nach mehrjähriger Bautätigkeit ist das  Herrenhauses für unsere Besucher wieder geöffnet.

Im Erdgeschoss sind die ursprüngliche Hofstube und eine große Schwarzküche wieder entstanden, die dazu einladen mit großen und kleinen Burgbesuchern zu kochen und anschließend in geselliger Runde, die hoffentlich gelungene Mahlzeit zu verspeisen. Zur neuen Dauerausstellung "Der Hof der jungen Herrschaft" steigt man den Wendelstein eine Etage nach oben in die sogenannte Tafelstube.

Bis etwa 1450 war Leisnig kurfürstliche Kinderstube und zeitweise Nebenresidenz. Vor allem die acht Kinder von Kurfürst Friedrich II., dem Sanftmütigen und seiner Frau Margaretha von Österreich verbringen ab 1437 längere Aufenthalte auf der Burg. Von dem Leben der kurfürstliche Familie auf Burg Mildenstein lässt sich anhand der großen Zahl überlieferten Amtsrechnungen ein detailreiches, anschauliches Bild zeichnen.

In der Tafelstube werden Aspekte des Alltaglebens am ›Prinzen- und Prinzessinnenhof‹ aber auch der Übergang von der Reiseherrschaft zur Residenz aufgezeigt. Natürlich wird auch dieses Ausstellung, wie bereits im gesamten Vorderschloss sehr familienfreundlich aufbereitet....Daneben erstrahlt die Fürstenstube mit einer beeindruckenden Kassettendecke, einem rekonstruierten Renaissance-Kachelofen und steinernen Kamin im herrschaftlichen Glanz. Freuen Sie sich mit uns über einen weiteren Meilenstein der jüngsten Baugeschichte von Mildenstein.

8. Juli - 31. Oktober: "Momente des Erinnerns - was zu sehen bleibt" - fotografisches Protokoll von Steffi Robak in den Kaplanstuben

Steffi Robak beim Aufbau der Ausstellung, Fotografie Olga Scheck

 

Eine Fotografie ist ein Geheimnis über ein Geheimnis. Je weniger man zeigt, um so mehr sieht man."Penelope in "The Brothers Bloom"   

Bis zum 31.Oktober zeigt die Journalistin und Fotografin Steffi Robak in der Kaplanstube von Burg Mildenstein Fotos, insbesondere verlassener Orte. Dazu war die Fotografin deutschlandweit in Industriebrachen oder Abrisshäusern unterwegs. Ähnlichkeiten mit scheinbar bekannten verlassenen Orten sind zufällig und nicht beabsichtigt.               

Die Motive ihrer Arbeit sind von morbidem Charme, denn trotz aller Vergänglichkeit hinterlässt jeder Augenblick einen Funken Schönheit – ein Erinnern. Urban Exploration heißt übersetzt Stadterkundung. Dabei reichen die Anfänge des Genres in prädigitale Zeiten zurück - ohne ambitionierte Urbexer-Szene oder überhaupt diesen Begriff. Auf Perfektion  der Bilder wird hier bewusst verzichtet. Die Motive treten als visuelle Artefakte schlagartig aus ihrer Vergänglichkeit hervor. Zumeist war bereits in der Sekunde des Wahrnehmens der Fototitel vorhanden, bevor der Auslöser für die Aufnahme betätigt wurde. Diese illustriert eine Aussage in einem Zusammenhang, für den das Fotomotiv vorauseilend die Abstraktion liefert…

Steffi Robak wurde 1968 in Karlsburg geboren, verbrachte ihre Kindheit und Jugend in Roßwein und studierte zunächst Betriebswirtschaftslehre. Heute arbeitet sie nach einer journalistischen Ausbildung als Redakteurin für die Döbelner Allgemeinen Zeitung. Die Leidenschaft für das Fotografieren, speziell diese Art Dinge abzulichten, beschäftigt Steffi Robak schon seit über 20 Jahren.